Neckarpokal vom 31. Oktober bis 02. November 2025

neckarpokal 2025 09

Die traditionelle Saisonabschlussfahrt auf dem Neckar wurde auch in diesem Jahr fortgeführt – diesmal im Gedenken an Frank Maschkiwitz, dessen Andenken uns während der gesamten Tour begleitete. Mit dabei waren Elke Maschkiwitz, Martin Krapf, Hans-Jürgen Eberhardt, Hartmut Dieterich und Ralf Stürner. Frieder Krapf unterstützte die Gruppe bis Eberbach als Begleiter auf dem Liegerad. Für diese Fahrt von Freitag bis Sonntag hat Elke die Etappenplanung in bewährter Weise übernommen. Der Bootsanhänger wurde einen Tag vor der Fahrt von Hans-Jürgen und Ralf nach Mannheim zur Kammerschleuse vorausgefahren.

Gerudert sind wir in unserem Gigboot „Usch“ mit 3 Ruderplätzen und einem Steuerplatz.

Auf Grund der spät im Jahr ausgeführten Fahrt starteten wir Freitag frühmorgens mit einem Fußmarsch vom Bootshaus des RVE bis zum Unterwasser der Schleuse Esslingen, um von dort mit beginnendem Tageslicht loszurudern. Trotz des späten Termins zeigte sich der Neckar von seiner schönsten Seite: Die herbstlich gefärbten Wälder und Weinberge sorgten für eine eindrucksvolle Kulisse.

neckarpokal 2025 01

Wie in den Vorjahren endete die erste Tagesetappe nach 70 Ruderkilometern und 12 Schleusen beim Lauffener Ruderclub Neckar. Dort übernachteten wir und aßen – ebenfalls schon Tradition – im Restaurant „Dächle“. Wegen der kurzen Tage standen wir an den beiden folgenden Tagen bereits um 5:30 Uhr auf, sodass wir nach Frühstück und Packen gegen 7 Uhr am Boot waren.

Am Samstag ruderten wir von Lauffen bis Hirschhorn – 78 Ruderkilometer und acht Schleusen – mit Übernachtung bei der RG Eberbach, etwas neckaraufwärts gelegen. Auf Grund einer Baustelle konnte der Landdienst die Strecke Hirschhorn–Eberbach nicht entlang des Neckars fahren, sondern musste über die Orte Allemühl und Moosbrunn ausweichen – rund 250 Meter höher als das Neckartal gelegen. Auch wenn wir die Höhenunterschiede zwischen Neckartal und Mittelgebirge kennen, war dies ein ungewohnter Landschaftseindruck – eine Anregung, den nahen Neckarsteig vielleicht einmal zu Fuß zu erkunden. Auch Frieder musste mit dem Fahrrad wegen einer Radwegesperrung rund 300 Höhenmeter Umweg in Kauf nehmen. Zum Abendessen kehrten wir im Restaurant „Zum Krabbenstein“ ein, das Elke für uns ausgewählt hatte – eine Empfehlung!

neckarpokal 2025 05

Am Sonntag ruderten wir weiter bis Mannheim, zur Neckarmündung in den Rhein – weitere 47 Ruderkilometer und sechs Schleusen. Die Wetterprognose versprach zunächst drei gute Tage, änderte sich jedoch kurz vor Fahrtbeginn – Regen war für den letzten Tag angekündigt. Unsere Sorge, am Sonntag kühl und nass rudern zu müssen, bestätigte sich glücklicherweise nicht: Lediglich die letzte Etappe am Samstagabend von Rockenau nach Hirschhorn absolvierten wir bei leichtem Nieselregen. Ansonsten war das Wetter kühl, heiter und unterhalb der Heidelberger Altstadt etwas windig.

neckarpokal 2025 06

An den Schleusen haben wir in bewährter Weise das Boot mit unserem steckbaren Bootswagen umgetragen. Geschleust wurde nur dann, wenn das Umtragen aufgrund schlechter Wege oder Baustellen nicht möglich war oder der Schleusenwärter auf Nachfrage zügiges Schleusen zusicherte. Das Umtragen und Einsetzen des Bootes über die Neckarinsel in den Altneckar an den beiden letzten Schleusen Schwabenheim und Feudenheim war auf Grund des feuchten Weges oder groben Pflasters etwas abenteuerlich.

neckarpokal 2025 07

Beim Neckar-Kilometer „0“ endete unsere Fahrt am frühen Sonntagnachmittag in gewohnter Routine: Boot über die glitschigen Schroppen der Uferbefestigung herausnehmen, Anstoßen auf das Gelingen der Fahrt, Verladen des Bootes, Heimfahrt nach Esslingen (ohne relevanten Stau!) sowie Putzen und Aufräumen von Boot und Material.

Wie in den Jahren zuvor: eine gelungene Fahrt, die uns den schönen Neckar zeigte und viele Erinnerungen aufleben ließ!

Bericht: Ralf Stürner

Fotos findet man im RVE-Fotoalbum