Beim 104. Stiftungsfest des RVE wartete am späten Samstagabend auf die Vereinsmitglieder und die anwesenden Ehrengäste ein in der Vereinsgeschichte herausragendes Ereignis. Vor schillernd illuminierter Kulisse wurde auf der Terrasse des Restaurants Argo ein neuer Rennachter vorgestellt und auf den Namen „Einer für alle, alle für einen“ getauft. Der Taufpate wünschte dem neuen Flaggschiff des RVE allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Schwert.

Der Erwerb des Bootes war vom RVE seit dem Frühjahr unter dem Namen „Projekt 2011“ intensiv betrieben worden. Begonnen hatte es mit der Teilnahme der Esslinger in einem geliehenen Boot beim Rennen um die Cannstatter Kanne („Stuttgarter Stadtachter“) im März. Hier gelang es, auf Anhieb den zweiten Platz zu belegen und andere, zum Teil favorisierte Achter, hinter sich zu lassen. Die Altersspanne im Boot reichte damals von 16 bis 47 Jahre, was im Regattasport ziemlich außergewöhnlich ist und daher eine nachhaltige Begeisterung im Verein hervorrief.

Jens Maschkiwitz freut sich bereits
auf die nächste Regattasaison im neuen Rennachter
Für
Aktivensprecher Jens Maschkiwitz ist es gerade dieser „Esprit von Cannstatt“,
der als Grundgedanke für das Projekt steht. In kurzen und prägnanten
Worten legte er dar, dass die generationenübergreifende Komponente, die
wohl nur ein Achter in einem solchen Maße ermöglicht, für die
Harmonie und Zukunft eines Vereins von wichtiger Bedeutung ist. Hieraus leite
sich auch der anspruchsvolle und für manche vielleicht noch gewöhnungsbedürftige
Name für das Boot ab.
Dass entsprechende Sponsorengelder aufgrund der unternommenen vielfältigen
Anstrengungen so rasch zusammenkommen würden, davon konnte man im Frühjahr
allerdings nur träumen. Nun träumen die Aktiven davon, im nächsten
Jahr auf nationalen und internationalen Regatten im Achter vorne mitzumischen.
Krönung soll das „Head of the river“-Race auf der Themse in
London sein.
Frank Gähr