Bericht: Rudern Online - Rudern in der Stuttgarter Rudergesellschaft

23.10.2009 - Seit 70 Jahren „klemmt“ es. In Uhlbach feiert Klaus Klemm an diesem Wochenende seinen runden Geburtstag!

„Ein Leben für den Rudersport“ heißt es immer, wenn die Rudersportgemeinde von den Großen in ihrem Sport spricht. Bei Klaus Klemm kann man das genau genommen nicht sagen, denn bei ihm fallen einem mindestens drei Leben für den Rudersport ein. Erste Spuren von ihm gibt es in Bad Godesberg, wo er selbst aktiv gerudert hat und wohl beschlossen hat: Da kann man noch vieles besser machen. Und dann machte er – und zwar richtig: Sein zweites Ruderleben opferte er als Trainer der Stuttgarter Rudergesellschaft und weckte diese durch sein unermüdliches Schaffen aus dem Dornröschenschlaf. Dank seiner Tätigkeit gaben sich bald Deutsche Meister aller Altersklassen die Klinke der Bootshaustür in die Hand, und der eine oder andere Weltmeisterschaftsteilnehmer und sogar Olympiastarter wurde im Bootshaus an der Inselstraße von ihm geformt. Noch heute lebt der Verein im sportlichen Bereich von der Struktur, die Klaus Klemm geschaffen hat: Der Leistungssport hat seinen hohen Stellenwert, den er während der Ära Klemm erreicht hat, beibehalten, und noch heute fragt nach einer Regatta jeder: und – wieviel Siege? Manchmal muß man dann antworten: Viele - aber einer weniger als Esslingen. Das ist aber dann aus Stuttgarter Sicht nicht ganz so schlimm, denn wie jeder weiß, lebt Klaus Klemm seit Mitte der 90er Jahre sein drittes Ruderleben in bewährter Manier im Esslinger Ruderverein - gehört aber eigentlich noch zu uns. Er konnte es halt nicht lassen. Und da es ihm nun mal in der Nähe des Siegerstegs am besten gefällt, legen die Esslinger Ruderer dort auch ziemlich häufig an. Aber das wundert niemand wirklich. Wenn einer eine Abkürzung auf einer geraden Regattastrecke kennt, dann Klaus Klemm. Und uns wundert das nicht, denn wer Rudern lebt, schafft auch das. Also – alles Gute Klaus! Und weiter so!