Wie jedes
Jahr fuhren wir Aktiven in den Osterferien nach Breisach im Breisgau ins Trainingslager.
Zum ersten Mal waren dieses Mal Jannika und Bianca mit dabei.
Am Morgen des diesjährigen
Ostermontags trafen wir uns um 9 Uhr im Ruderverein zum Aufladen der Boote.
Danach ging es, mit der freundlichen Unterstützung von Herrn Kölblin, der
sich als zusätzlicher Fahrer bereit erklärt hatte, los und um die Mittagszeit
erreichten wir unser Ziel: die Jugendherberge in Breisach. Nachdem wir die
Zimmer bezogen und unsere Boote angeriggert hatten ging es zum ersten Training
aufs Wasser. Unsere Trainer fuhren wie üblich mit dem Motorboot hinter oder
mit dem Fahrrad neben uns her und versuchten u.a. unseren Juniorinnen-B-Vierer
zu koordinieren…
Nach dem Abendessen
beschlossen wir, uns noch ein Eis im schönen Ortskern von Breisach zu genehmigen.
An dieser Stelle danken wir Christopher Tucci, der uns großzügig eingeladen
hat! Anschließend
gingen wir noch ein Stück in der Abendsonne am Wasser entlang, wie wir fanden
ein schöner Abschluss des Tages.

Der zweite
Tag begann schon recht früh, um 7 (!!) Uhr, mit der ersten Einheit
des Tages: dem (nicht bei allen beliebten und, wie man munkelte, auch nicht
von jedem praktizierten) Joggen und andschließendem Frühstück. Um 10.30 Uhr
waren alle auf dem Wasser und kämpften mit dem unerwartet heftigen Wind und
dem unruhigen Wasser. Heute tauchten auch Thomas Ortlieb und Jens mit seinen
Kindern Nils und Lisa in Breisach auf, auf deren Fahrräder wir wohl alle ein
bisschen neidisch waren.
Nach dem Training
gab es für alle – geduscht und umgezogen – um 12 Uhr Mittagessen. Danach hatten
wir eine längere Mittagspause, da wir erst um halb vier wieder auf dem Wasser
sein mussten. Wir in unserem Zimmer lasen (wenn auch nicht die verhasste Schullektüre),
hörten Musik oder versuchten uns an kniffligen Kreuzworträtseln. Außerdem
nutzten wir die Zeit zum Schlafen.
Bei noch immer unruhigem
Wasser machten Conny und Herr Klemm vom Motorboot aus Videoaufnahmen, die
abends im „Mehrzweckraum“ der Herberge besprochen wurden. Danach spielte,
wer wollte, noch auf dem Sportplatz der Jugendherberge Fußball.
Die Einhaltung der
Nachtruhe um 22 Uhr fiel an diesem Abend wohl keinem schwer...

Der
Beginn des dritten Tages gestaltete sich sehr ähnlich wie
am zweiten Tag, Joggen um 7 Uhr und anschließendes Frühstück (natürlich nicht
in Sportklamotten, versteht sich!). Um
9 Uhr traten wir hochmotiviert zur zweiten Einheit des Tages an. Selbstverständlich
versuchten alle, die neuen Erkenntnisse und Vorschläge des Vorabends auf dem
jetzt endlich ruhigeren Wasser konzentriert umzusetzen ;-)
Zum Mittagessen
gab es wider Erwarten kein Fleisch – im Gegensatz zu allen anderen warmen
Mahlzeiten der Woche!
Die Mittagspause
wurde wieder von vielen dankbar für einen Mittagsschlaf genutzt, um am Nachmittag
gegen 15 Uhr zum zweiten Rudertraining wieder einigermaßen fit zu sein. Es
wurden jeweils 4 min mit verschiedenen Schlagfrequenzen gerudert, z.B. von
24 schrittweise aufwärts bis 30.
Alle Fußball-Spieler
trafen sich nach dem Essen wie am Vortag zur "Vierten Einheit",
der Rest beschäftigte sich anderweitig...
Auch
der vierte Tag begann mit einer Runde Joggen vor dem Frühstücksbuffet.
Am Vormittag des letzten vollen Tages ruderten wir bis hoch zur „Nato-Rampe“.
Obwohl es in den Wochen davor kaum geregnet hatte, ging es besser als gedacht
und wir kamen bis an unser Ziel. Die Strecke war wunderschön, wir sahen viele
Enten und Schwäne, auch Schwanen-Nester und – einige tote Fische. Conny, Herr
Klemm und Jens’ Kinder, die tags zuvor Motorboot hatten mitfahren dürfen,
fuhren mit dem Fahrrad nebenher. Immer wenn man die Trainer gerade vergessen
hatte, tauchte Herrn Klemms weiße Kappe zwischen den Bäumen auf und man wurde
ermahnt, in der Auslage aufrecht zu bleiben, in der Rückenlage „hoch ranzuziehen“
und ruhig nach vorne zu rollen.
Die Strecke hin
und zurück umfasste etwa 20 km. Kein Wunder also, dass wir die Mittagspause
überwiegend schlafend verbrachten. Nach der zweiten Einheit des Tages riggerten
wir einige Boote bereits wieder ab und luden sie auf.
Nach dem Abendessen
wurde noch ein letztes Mal Fußball gespielt und wir machten uns auf nach "Breisach
City" um den letzten Abend mit einem Eis von der Eisdiele (bzw. McDonalds)
perfekt zu machen.

Die Leute, die in der Eisdiele waren, machten danach noch einen längeren Spaziergang auf die französische Seite. Wir fanden dabei heraus, dass es sich bei dem mysteriösen Wasserdurchlauf an der Schleuse nicht (wie bis dato angenommen) um eine Fischtreppe handelte, sondern um ein kleines Kraftwerk, und warteten extra, bis endlich ein großer Frachter die nächtliche Schleuse passiert hatte...
Am Morgen
des fünften und letzten Tages war es uns freigestellt zu
joggen. Wegen fehlender Motivation fiel die Runde daher bei einigen etwas
kürzer aus als sonst, teilweise fand sie auch gar nicht statt. Direkt nach
dem Frühstück zogen wir unsere Betten ab, packten und machten die Zimmer fertig.
Trotzdem fiel die letzte Trainingseinheit mit u.a. 5000m auf Zeit nicht viel
knapper aus als sonst ;-)
Danach riggerten
wir die übrigen Boote ab und es ging mit Appetit ans Mittagessen. Die
Rückfahrt gestaltete sich weitgehend unspektakulär, wir kamen gegen 15 Uhr
wieder am Ruderverein an.
Auch wenn unser Bedarf an Fleisch erst mal gedeckt ist und das Training meistens ziemlich anstrengend war, bedanken wir uns bei unseren Trainern, die so ausdauernd versucht haben, unsere Ruderkünste zu verbessern und freuen uns auf nächstes Jahr. Danke auch an die Eltern, die uns nach Breisach gefahren haben.
Bericht von Katharina und Bianca
Mit dabei waren:
Conny Luptowitsch,
Klaus Klemm, Sofie Klemm, Jens Maschkiwitz mit Kindern, Kai Luptowitsch, Christopher
Tucci, Thomas Ortlieb, Mirjam Schoeckle, Magnus Gähr, Julian Wüsteney, Thomas
Gösling, Linda Tucci, Jannika Kölblin, Bianca Krumm und Katharina Mästle-Goer